Die Idee…

Eine erste konkrete Idee, wie ich eine Modelleisenbahnanlage in meiner Wohnung realisieren könnte hatte ich schon vor einiger Zeit, doch Pläne müssen vor ihrer Umsetzung erst reifen.

Ich habe eine schmale, aber lange Zwei-Zimmer Wohnung. Die ersten Ideen für eine fest installierte Anlage habe ich aus Platzgründen schnell wieder verworfen. Wenn schon eine Modelleisenbahn, dann auch was “Richtiges”! So entstand dann schnell die Idee eine Anlage aus Modulen zu bauen. Diese kann dann “zum Spielen” durch die ganze Wohnung aufgebaut werden und kann aber auch platzsparend und vor Staub geschützt verstaut werden.

Als Motiv wählte ich den Klassiker – eine Hauptstrecke mit einer abzweigenden Nebenbahn. Als darzustellende Epoche wählte ich meine Kindheit, Ende der Epoche IV anfang der 90er Jahre. Die Fahrzeuge sollten also noch mit dem alten DB Logo ausgestattet sein. Als prägende Vertreter seien die 218er, Silberlinge, der 628er und die in mint grün lakierten n-Wagen genannt.

Nach vielen Ideen, Plänen und derer Verwerfungen bzw. Änderungen ist nun folgendes Konzept entstanden:

  • Im Wohnzimmer findet in einem Halbkreis die eingleisige Hauptstrecke ihren Platz. Die Enden des Halbkreises sind jeweils zwei Abstellmodule mit der Möglichkeit zwei Wendezüge zu parken. Verglichen mit einer festen Anlage stellen diese Module also den Schattenbahnhof und damit die große weite Welt dar.
  • An der langen Seite des Halbkreises (also eher Ovals) ist der Bahnhof platziert, von dem aus die Nebenstrecke abzweigt. Da ich in Schleswig-Holstein groß geworden bin, schaute ich mich nach originalen Gleisplänen um, konnte allerdings leider nichts passendes finden, was meinen Platzverhältnissen entsprach. Dieser Bahnhof wird also einen frei erfundenen Gleisplan haben. Er wird drei Gleise, davon ein Stumpfgleis für die Nebenstrecke sowie einen Güter- / Rangierbereich bekommen damit der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Außerdem wird es möglich sein, dass alle drei Züge – zwei sich kreuzende Züge auf der Hauptstrecke, sowie der Zug der Nebenbahn – gleichzeitig ein- bzw. ausfahren können.
  • Die Nebenbahn ist durch die ganze Wohnung bis ins Schlafzimmer geplant. Am Ende wird es einen Endbahnhof geben. Ein kleinerer Unterwegsbahnhof mit Güteranschluss ist auch geplant. Die Nebenstrecke ansich ist allerdings noch nicht ausgeplant.
  • Die Anlage bekommt eine analoge Steuerung. Die Mehrzugfähigkeit wird durch verschiedene, flexibel schaltbare Stromkreise realisiert.
  • Die Anlage wird eine (einfache) automatische Steuerng bekommen. Diese wird folgenden Umfang haben:
    • Zwei (Wende-) Personenzüge auf der Hauptstrecke, die sich jeweils im Bahnhof kreuzen. Dort besteht dann Anschluss an…
    • …den pendelnden Personenzug der Nebenstrecke.
  • Gleichzeitig sollen neben den Computer gesteuerten automatischen Fahrten auch manuelle Fahrten (z.B. Güterzüge) möglich sein.
  • Zu guter Letzt soll die Anlage auch komplett manuell zu steuern sein. So ist ein Mehr-Personen Betrieb mit zwei Rollen (Fahrdienstleiter und Triebfahrzeugführer) der Anlage möglich. Dazu ist folgendes geplant:
    • Mindestens zwei, eher drei “Stellwerke”
    • Zwei oder mehr mobile Funk-Fahrregler
  • Die gesamte Steuerung wird “Marke Eigenbau” und mit Raspberry Pis, Mikrocontrollern und eigenem WLAN realisiert.
  • Als Gleissystem kommen die Minitrix Gleise zum Einsatz. Diese werden gealtert, auf Kork verlegt und eingeschottert.

Ich bin schon fleißig dabei, meinen Fuhrpark zusammen zu stellen – eine Vorstellung folgt…

Comments

  1. Das klingt mal konkret, super! Und ich finde es toll beschrieben. So kann auch der technisch unbeleckte Laie (ich!) eine sehr gute, bildliche Vorstellung entwickeln!
    Hier ist eben ein professioneller Eisenbahn-Liebhaber am Werk…
    Weiterhin viel Freude!

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